Radweg soll sicherer werden

Immer wieder gibt es Horrormeldungen von Radfahrern, die mitten in der Stadt meistens von einem abbiegenden Auto oder Lastwagen umgefahren und dabei getötet werden. Manchmal sind es auch Baustellen, die die Lage unübersichtlich machen. Gerade Berlin mit seinen tausenden Radfahrern ist immer wieder in den Schlagzeilen.

In der Greifswalder Straße wurde jetzt eine durch eine Baustelle entstandene Gefahrenstelle beseitigt. Ein Absperrungen der Baustelle hatten einen danebenliegenden Radweg so schmal gemacht, dass er kaum noch zu befahren war. Radfahrer filmten die Lage und veröffentlichten das Video auf Twitter, vom wo aus es schnell die Runde machte. Man konnte klar sehen, dass es zwischen der Baustellenbegrenzung und dem vorbeifahrenden Verkehr nur eine kleine Lücke gab, und die Autos eine Handbreit vom Radfahrer entfernt waren.

Die zuständigen Behörden schauten sich die Situation vor Ort zusammen mit dem Eigentümer der Baustelle an und fanden recht schnell heraus, dass man die Absperrung ohne Probleme zurücknehmen und damit den Radfahrern wieder mehr Platz geben kann. Warum man nicht schon vorher auf den Gedanken gekommen war und warum die enge Radfahrgasse überhaupt genehmigt wurde ließ sich nicht mehr genau nachvollziehen.

Das Video hatte noch ein anderes Nachspiel: Es zeigte, wie ein Lastwagen widerrechtlich viel zu nahe am Radfahrer vorbeifuhr. Das wertete die Polizei als Verkehrsgefährdung ,was immerhin eine Straftat ist. Sie ermittelte über das Kennzeichen des Anhängers den Fahrer. Gegen den 65-jährigen wurde dann auch Anzeige erstattet.

Als erste Maßnahme hatte man noch versucht, mit einer Begrenzung der Geschwindigkeit auf 10 Stundenkilometer das Problem zu lösen, musste aber bald einsehen, dass sich die meisten Verkehrsteilnehmer nicht daran hielten. Deswegen entschloss man sich, die Verkehrsführung zu ändern.

Nun soll auch eine Fußgängerampel für mehr Sicherheit an der Baustelle sorgen. Eigentlich war geplant gewesen, dass die Bauarbeiten bald beendet sein sollten. Das scheint aber nicht der Fall zu sein, deshalb brauchte es andere Maßnahmen zur Sicherheit.