Öffentlichen Verkehr in Berlin soll ausgebaut werden

Wer zum Urlaub nach Berlin kommt, der ist vom lokalen öffentlichen Verkehr meist begeistert. Anders sehen dies die Bewohner von Berlin. Ihrer Meinung nach sind die Verkehrsmittel, insbesondere in den Stoßzeiten, oft überlastet. Außerdem gibt es größere Lücken, sodass eine Reise von A nach B oftmals nur über Umwege oder im Extremfall gar nicht möglich ist. All diese Probleme führen dazu, dass auch in Berlin immer mehr Personen mit dem eigenen Auto unterwegs sind.

Der steigende Individualverkehr vermindert aber nicht nur die Wohnqualität für die Bewohner Berlins, er hat auch negative Folgen für die Wirtschaft. Aus diesem Grund hat die Industrie- und Handelskammer in Berlin die Stadt dazu aufgefordert, den öffentlichen Nahverkehr massiv auszubauen. Sie hat das Problem auch bereits genau analysiert und einen Lösungsansatz erstellt. Dieser schlägt unter anderem vor, dass in den nächsten 12 Jahren jeweils 100 neue S-Bahnzüge und Straßenbahnen sowie 30 U-Bahnzüge angeschafft werden. Außerdem sieht der Plan der Industrie- und Handelskammer vor, das zahlreiche neue Strecken gebaut und bestehende ausgebaut werden.

Doch nicht nur beim öffentlichen Verkehr sieht die Industrie- und Handelskammer Handlungsbedarf, auch bei der Infrastruktur. Zahlreiche Straßen und Brücken müssten in den nächsten Jahren saniert werden. Dabei fordert die Industrie- und Handelskammer auch eine bessere Kommunikation mit den Unternehmen der Stadt, da solche Sanierungen für sie zu erheblichen Problemen führen können. Ein erster, positiver Schritt sei zwar mit dem neuen elektronischen Straßenatlas, auf welchem auch alle Baustellen ersichtlich sind, bereits getan, es gäbe aber noch immer ein erhebliches Verbesserungspotential.

Die von der Industrie- und Handelskammer geförderten Maßnahmen werden aber nicht günstig zu haben sein. Allein die vorgeschlagenen Sanierungs- und Ausbauprojekte würden rund 3 Milliarden Euro kosten. Hinzu kämen die Kosten für die neuen Züge, U-Bahnzüge und Straßenbahnen, die sich ebenfalls im Bereich von 1.5 Milliarden Euro bewegen würden. Der Ball liegt nun bei der Politik. Sie entscheidet, was tatsächlich umgesetzt wird.