Die Entstehung Hamburgs

Die Anfänge im 8. Jahrhundert

Die Entwicklung von Hamburg begann mit der im Jahr 810 von Karl dem Großen errichteten Hammaburg. Im Jahr 831 begründete Ludwig der Fromme ein Bistum in der Hammaburg, welches im folgenden Jahr vom Papst zum Erzbistum erhoben wurde. Dänische Wikinger zerstörten die Hammaburg und die zugehörigen Siedlungen im Umland im Jahr 845. Die Siedlungen wurden in den folgenden Jahren wieder aufgebaut und 848 entstand das Erzbistum Hamburg-Bremen. In den folgenden Jahren hatte Hamburg immer wieder mit Überfällen der Abodriten zu kämpfen, bei denen die Stadt mehrfach dem Erdboden gleichgemacht wurde.

Hamburg im Mittelalter

Im elften Jahrhundert entstanden in Hamburg die ersten Steingebäude in der Region. Eine Ringmauer mit zwölf Verteidigungstürmen sorgte für den nötigen Schutz der Stadt. Nun konnte die Stadt wachsen und sich zu einem wichtigen Handelszentrum entwickeln. Elbmarschen und Elbinseln wurden im 12. Jahrhundert eingedeicht und konnten besiedelt werden. Die Dänen wurden im Jahr 1227 in der Schlacht bei Bornhöved vernichtend geschlagen.

Hamburg schloss sich mit anderen norddeutschen Küstenstädten zur Hanse zusammen, so dass die Interessen dieser Städte gemeinsam vertreten werden konnten. Die Hansezeit bescherte Hamburg einen große Wohlstand und schnelles Wachstum. Es entstanden repräsentative Wohnbauten und weitere Elbinseln wurden eingedeicht und besiedelt.

Neuzeit

Im Zuge der Reformation wurde Hamburg im Jahr 1529 evangelisch. Im 17. Jahrhundert verlor die Hanse an Bedeutung, da die Macht der Territorialfürsten weiter zunahm. Während des Dreißigjährigen Krieges büßte Hamburg im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Städten nicht an Macht ein, sondern profitierte stattdessen sogar noch von Einwanderern aus den Niederlanden und der modernen dänischen Regentschaft im benachbarten Altona (welches heute zu Hamburg gehört).

Nach der französischen Revolution entwickelte sich Hamburg zu einer modernen und demokratischen Stadt. Zahlreiche Menschen zogen vom Land nach Hamburg, um vom neu gewonnenen Wohlstand und den Möglichkeiten dieser Stadt zu profitieren. Durch die Unabhängigkeit der Stadt und die günstige Lage an der Elbe konnte sich der Handel hier, wie auch schon in den früheren Jahren, besonders gut entwickeln.