Berlin soll neue öffentliche Toiletten bekommen

Wie jede größere Stadt kämpft auch Berlin mit einem unzureichenden Angebot an öffentlichen Toiletten und folglich mit dem Wildpinkeln. In der Vergangenheit wurden bestehende Toilettenanlagen, um Geld zu sparen, nämlich oft geschlossen, für Ersatz wurde nicht gesorgt. Gerade für nicht-ortskundige kann es in der Folge schwer sein, eine Toilette in Berlin zu finden. Seit den 1990er Jahren hat sich die Situation zwar ein wenig entspannt, sie ist aber noch immer alles andere als Ideal.

Der Senat von Berlin hat sich aber nun diesem Problem angenommen. Die bestehenden Anlagen sollen durch bessere ersetzt werden und schrittweise soll das Angebot ausgebaut werden. Die bereits bestehenden 250 Toilettenanlagen sollen in der Folgen in den nächsten zwei Jahren durch 280 Neubauten ersetzt werden. In der Folgezeit soll das Angebot weiter ausgebaut werden, total sind 366 öffentliche Toiletten in ganz Berlin geplant.

Um das Projekt in die Wirklichkeit umzusetzen, hat der Senat eine europaweite Ausschreibung durchgeführt. 4 Unternehmen haben daraufhin bei der Stadt ein Angebot eingereicht. Die Entscheidung fiel schlussendlich für die Wall GmbH. Diese betreibt bereits heute die Toilettenanlagen der Stadt. Das Konzept wird sich aber in der Zukunft ändern. Bisher betrieb die Wall GmbH die Toiletten selbst und für die Stadt kostenlos. Als Gegenleistung durfte sie die Toiletten als Werbefläche verwenden. In der Zukunft wird die Stadt die Wall GmbH für ihre Dienstleistung bezahlen, erhält dafür aber die Einnahmen die mit den Werbeflächen erwirtschaftet werden. Dies soll der Stadt zum einen zusätzliche Einnahmen bringen, es zum anderen ermöglichen, Toiletten an Standorten zu errichten, die für Werbung ungeeignet sind. Aus Sicht der Stadt also eine Win-Win Situation.

Das geplante Design für die neuen Toilettenanlagen wurde kürzlich vorgestellt. Es soll ansprechend und modern sein und gut ins Stadtbild passen. Außerdem sollen die neuen Toiletten mit Sauberkeit, Sicherheit und Komfort überzeugen und auch für Personen mit eingeschränkter Mobilität nutzbar sein.